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Es war nur eine kurze Freude… und wieso ich es hasse, stark sein zu müssen.

22 Aug

… denn nach knapp 8 Wochen müssen wir von unserem geplanten “K3″ wieder Abschied nehmen. Meine Frau hat dazu eben gebloggt. Mir persönlich fehlen die Worte. Ich muss stark sein, denn wie soll ich meinen beiden Kindern (1,5 und 3,5 Jahre) erklären, dass ihre “Schwester” (die Große wünschte sich noch eine Schwester) nun doch nicht kommt? Die Große wusste davon… meine Frau sagte es ihr. Sie reagierte mit “Neeeeeiiiiiin, meine Schwester soll nicht im Himmel sein, nun habe ich keine Schwester mehr!”. Sie schlief traurig ein.

K2 habe ich auch ins Bett gebracht, meine Frau braucht Ruhe. K2 nahm mehr Kuscheltiere als sonst in den Arm.

Und ich? Ich rief danach meinen Bruder und meinen besten Kumpel an – das “Stark sein müssen” entladen.

Wenn meine Kids ihren Daddy weinen sehen, dann weinen sie mit – also stark sein. Ich HASSE es manchmal, stark sein zu müssen. Zum Beispiel als meine Oma starb – K1′s Ur-Oma. Wer blieb stark? Ich. Und nun? Stirbt mein drittes Kind bei mir Zuhause – gut, einige denken jetzt: Stell dich doch nicht so an, es war doch erst 8 Wochen. Noch im Mutterleib. Aber wenn man doch vor einigen Tagen anfing, eine größere Wohnung zu suchen, einen Maxi-Cosi günstig geshoppt zu haben, seinen Keller zu durchforsten und auszumisten um zu wissen, was man für K3 neu braucht. Das ist hart. Und ich muss stark sein.

Ich hasse es manchmal, stark sein zu müssen.

~~ für Luca ~~

 

Über Marc Thomalla

Head of Marketing & Conception @ ethority. Vernichter unzähliger Steaks. Montags nicht ansprechbar.
2 Comments

Geschrieben von - 22. August 2011 in Meinung

 

2 Antworten zu Es war nur eine kurze Freude… und wieso ich es hasse, stark sein zu müssen.

  1. dirk oder espresso

    23. August 2011 at 19:15

    Manchmal ist das Leben hart und ungerecht…… mein Beileid

     
  2. Oliver Gassner

    29. August 2011 at 14:41

    Erstmal: Beileid. Ehrlich.
    Und:
    Vielleicht mach ich was falsch, aber ich weine auch, wenn meine Kinder es sehen.
    Ich denke: das ist auch gut so. (Warum, können wir diskutieren, wenn’s notwendig wäre.)
    Eine meiner tiefsten Erfahrungen mit meinem Vater (RIP) war, als wir beide beim Vorlesen von Winnetou bei dessen Tod geheult haben.
    Ich hab auch wieder geheult als ich es vorgelesen hab – der Sohn halt nicht.
    Obiges gilt natürlich auch für Beerdigungen u.ä.

     

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